Das Beerdigungsprotokoll:

An dieser Stelle gedenken wir besonders unserer verstorbenen Kameraden.      
   
Es ist ganz natürlich das zum Leben auch der Tod gehört: Daher kommt es schon vor, dass die Vereinsmitglieder einen Kameraden auf den letzten Weg begleiten müssen. Hier wird kurz erwähnt wie die Beerdigung ablaufen kann:
Nach dem Trauergottesdienst treffen sich die Angehörigen mit den Trauergästen auf dem Friedhof. Im Leichenhaus stellt der Böllerschützenverein derweil eine Ehrenwache, 6 Schützen in Trauerbekleidung von denen je 3 Mann links und rechts während der Aussegnung des Verstorbenen an der Seite des Sarges stehen.
Nach der Aussegnung übernimmt das Bestattungsunternehmen den Transport des Sarges zur Grabstätte. Beim Verlassen des Leichenhauses stehen die Männer der Ehrenwache Spalier. Der Trauerzug begleitet den Sarg zur Grabstätte. Die Blaskapelle spielt dabei eine Trauermelodie. Nach dem Gebet und der Sargabsenkung finden die Ansprachen der verschiedenen Vereine statt. Der Vorstand der Bavaria Böllerschützen hält als letzter seine Ansprache. Gleich im Anschluß spielt die Blaskapelle die Melodie "Ich hatte einen Kameraden". Dabei werden 3 Salven von den Böllerschützen abgefeuert. Nach der Beerdigung treffen sich die Kameraden zum Leichenmahl.  

von Ludwig Uhland, 1809 (1787-1862)

Ich hatt' einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
|: In gleichem Schritt und Tritt. :|

Eine Kugel kam geflogen:
Gilt's mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt vor meinen Füßen
|: Als wär's ein Stück von mir :|

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad'.
"Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew'gen Leben
|: Mein guter Kamerad!" :|     

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© Bavaria Böllerschützen Feldkirchen e.V.